Natururlaub im Schwarzwald

Im Schwarzwald führen Ausflüge zu Wasserfällen und Seen. Auch durch Schluchten können Sie wandern. Zur Landschaft gehören auch Moore, offene Höhen, Felsen und Weiden.

Welche Tour passt, hängt davon ab, wie viel Zeit Sie haben und wie sicher Sie auf unebenem Gelände gehen. Zum Geroldsauer Wasserfall führt ein kurzer Spazierweg. Für die Drei-Schluchten-Wanderung brauchen Sie mehr Kondition und Erfahrung auf schmalen, steilen Wegen.

Wälder, Moore und Weiden

Im Schwarzwald wechseln sich schattige Wälder mit offenen Höhen und feuchten Mooren ab. Im Nationalpark Schwarzwald gibt es auch Karseen. Diese Seen liegen in Mulden, die Gletscher während der Eiszeit ausgeschürft haben. Auf den Höhen finden Sie außerdem Grinden: offene, heideähnliche Weideflächen, die durch die Nutzung des Menschen geprägt sind.

Auch die Schutzgebiete verfolgen unterschiedliche Ziele. Im Nationalpark gibt es Kernbereiche, in denen sich die Natur weitgehend ohne Eingriffe entwickeln soll, und Pflegebereiche, in denen bestimmte Lebensräume erhalten werden. Im Biosphärengebiet Schwarzwald wird die Natur geschützt und zugleich eine Landschaft genutzt und gepflegt, die Menschen über lange Zeit geprägt haben. Planen Sie Ihre Ausflüge daher nach den Regeln des jeweiligen Gebiets.

Die passende Tour wählen

Für einen kurzen Naturausflug führt ein etwa 1,5 Kilometer langer Weg zum Geroldsauer Wasserfall bei Baden-Baden. Ein Zugang liegt nahe der Bushaltestelle Malschbach. Die Rhododendren blühen dort besonders im Mai und Juni.

Wer eine längere Wanderung sucht, findet mit der Drei-Schluchten-Wanderung eine Rundtour von 10,1 Kilometern. Sie führt durch die Wutach-, Gauchach- und Tränkebachschlucht und ist mit rund dreieinhalb Stunden Gehzeit sowie 325 Höhenmetern im Auf- und Abstieg angegeben. Der Abschnitt durch die Engeschlucht ist schmal, steil und rutschig. Gehen Sie ihn nur bei trockenem Wetter und wenn Sie Erfahrung auf schmalen, steilen Wegen haben.

Der 119 Kilometer lange Schluchtensteig zwischen Stühlingen und Wehr eignet sich für mehrere Wandertage und führt über schmale Pfade sowie felsige oder wurzelige Wege. Der Schwarzwald-Tourismus empfiehlt die Strecke von Mai bis Oktober. Sie sollten sicher auf unebenem Gelände gehen können und weitgehend schwindelfrei sein. Prüfen Sie vor jeder Tour die aktuellen Hinweise zu Wetter, Wegzustand und möglichen Sperrungen.

Rücksicht auf die Natur

Bleiben Sie auf markierten Wegen und nehmen Sie Ihren Müll wieder mit. Hunde müssen an der Leine bleiben. So stören Sie Tiere weniger und schützen empfindliche Lebensräume. In Mooren führen Stege wie am Blindensee über besonders sensible Flächen. Verlassen Sie diese Wege nicht.

In den Kernzonen gelten zusätzliche Regeln: Dort dürfen Sie etwa keine Pflanzen oder Pilze sammeln, nicht campen und kein Feuer machen. Informieren Sie sich vor dem Besuch über die Vorgaben des jeweiligen Schutzgebiets. Bei schmalen Schluchtwegen sollten Sie die Tour abbrechen oder umkehren, wenn Nässe den Untergrund rutschig macht.