Wellnessurlaub mit Hund: Welche Hotelregeln vorab wichtig sind

Auch in einem hundefreundlichen Wellnesshotel darf Ihr Hund nicht automatisch in den Spa-Bereich, ins Restaurant oder in jedes Zimmer. Auch während Ihrer Behandlung passt das Hotel nicht automatisch auf Ihren Hund auf. Lassen Sie sich vor der Buchung schriftlich bestätigen, wo Ihr Hund mitdarf, wann er allein im Zimmer bleiben darf und welche Kosten anfallen.

Spa-Bereiche genau abfragen

Mehrere Wellnesshotels lassen Hunde grundsätzlich nicht in den Spa-Bereich. Dazu zählen je nach Haus Sauna, Pool, Ruheräume und Behandlungsbereiche. Fragen Sie deshalb nach jedem Bereich einzeln und klären Sie auch, ob der Hund mit in den Wellnessgarten, auf eine Liegewiese oder auf eine Terrasse darf. Beim Moselschlösschen ist beispielsweise die Liegewiese im Park als erlaubter Aufenthaltsort genannt, während andere Wellnessbereiche für Hunde gesperrt sind.

Klären Sie außerdem, wo das hundefreundliche Zimmer liegt. Liegt das Zimmer in einem separaten Gebäude, müssen Sie für den Spa-Besuch möglicherweise einen anderen Weg nehmen. Wenn Ihr Hund nicht allein bleiben kann, brauchen Sie eine passende Alternative, etwa einen erlaubten Außenbereich oder eine vorher vereinbarte Betreuung.

Restaurant und Frühstück klären

Manche Hotels verbieten Hunde im Restaurant, andere erlauben sie nur an ausgewählten Tischen. Manche Hotels schließen Hunde aus dem Restaurant aus, erlauben sie aber in der Lobby oder an der Bar. Andere gestatten den Zutritt nur nach vorheriger Genehmigung. Beim Frühstücksbuffet muss der Hund in manchen Hotels am Tisch bleiben, während Sie sich am Buffet bedienen.

Fragen Sie konkret nach Frühstück, Abendessen, Terrasse, Bar und Sonderveranstaltungen. Lassen Sie bestätigen, ob Sie einen Platz mit Hund reservieren müssen und wo der Hund wartet, falls er nicht mit ins Restaurant darf. So vermeiden Sie, dass Sie während der Mahlzeiten kurzfristig eine Betreuung organisieren müssen.

Alleinbleiben im Zimmer

Wie lange ein Hund allein im Zimmer bleiben darf, hängt vom Hotel ab. Beim Reischlhof darf ein Hund, der daran gewöhnt ist und ruhig bleibt, allein im Zimmer bleiben; die Rezeption soll informiert und ein Türschild verwendet werden. In den Regeln des nhow Frankfurt ist das Alleinbleiben auf die Essenszeiten begrenzt. Dort soll der Gast außerdem eine Telefonnummer hinterlassen, unter der er erreichbar ist.

Fragen Sie nach erlaubter Dauer, Meldepflicht und Ruhebedingungen. Klären Sie auch, ob das Housekeeping das Zimmer betritt, während der Hund allein ist. Das Sacher Seefeld sieht in seinen Hundeinformationen vor, dass während der alleinigen Anwesenheit des Hundes keine Zimmerreinigung stattfindet. Ein anderer Reinigungszeitpunkt muss mit der Rezeption abgestimmt werden.

Auch wenn das Hotel das Alleinbleiben erlaubt, müssen Sie selbst einschätzen, ob Ihr Hund dabei entspannt bleibt. Wenn er in fremder Umgebung bellt, unruhig wird oder noch nicht daran gewöhnt ist, planen Sie die Spa-Zeit mit Betreuung oder wählen Sie ein Angebot, bei dem er in Ihrer Nähe bleiben darf.

Betreuung separat buchen

„Hundefreundlich“ bedeutet nicht automatisch, dass das Hotel auf den Hund aufpasst. Manche Hotels bieten einen Gassi-Service oder Betreuung an, teils nur auf Anfrage und gegen Aufpreis. Niederösterreich Werbung nennt solche Angebote etwa für die Schwarz Alm und die Krainerhütte. Diese Leistungen gibt es nicht automatisch in anderen Wellnesshotels.

Fragen Sie, ob das Hotel selbst betreut oder eine externe Betreuung vermittelt. Ein Gassi-Service deckt nicht zwingend die gesamte Dauer einer Anwendung ab. Vereinbaren Sie deshalb die Betreuungsdauer, verfügbare Zeiten, Kosten und nötige Voranmeldung. Wenn keine Betreuung angeboten wird und Ihr Hund nicht allein bleiben kann, sollten Sie vor der Buchung eine andere Lösung organisieren.

Zusatzkosten und Ausstattung prüfen

Hundepauschalen werden je nach Hotel pro Tag oder pro Nacht berechnet. Veröffentlichte Beispiele nennen 13 Euro pro Nacht im Angerhof, 18 Euro pro Hund und Nacht im Ratswaage Hotel, 25 Euro pro Tag im Moselschlösschen sowie 35 Euro pro Tag in der Rosenalp. Das Sacher Seefeld nennt 45 Euro pro Nacht; das Belvédère Strandhotel in der Schweiz 30 Schweizer Franken pro Hund und Tag. Die genannten Einzelpreise gelten nur für die jeweiligen Hotels und können sich ändern. Lassen Sie sich den Betrag für Ihren Reisezeitraum bestätigen.

Prüfen Sie auch, was im Preis enthalten ist. Im Angebot des Belvédère sind Hundebett, Decke, Näpfe und Leckerli enthalten. Andere Hotels bitten darum, Schlafplatz, Decke oder Leine selbst mitzubringen. Fragen Sie zusätzlich nach Aufpreisen für mehrere Hunde, Betreuung, Gassi-Service und Reinigung sowie nach den Regeln für Schäden und Verschmutzungen. Manche Häuser verlangen eine Hundehaftpflichtversicherung oder stellen Schäden gesondert in Rechnung.

Zimmer bei der Buchung bestätigen

Nicht jedes Zimmer ist für Hunde freigegeben. Manche Hotels nehmen Hunde nur in bestimmten Kategorien auf oder begrenzen die Zahl der verfügbaren Zimmer. Der Angerhof nimmt Hunde nur unter bestimmten Bedingungen und nach vorheriger Anmeldung auf. Das Moselschlösschen nennt Zimmer in einem separaten Gebäudeteil, der über Treppen erreichbar ist.

Nennen Sie bei der Buchung Anzahl und Größe der Hunde und lassen Sie sich die konkrete Zimmerkategorie bestätigen. Fragen Sie nach Treppen, Lage und Entfernung zum Haupthaus. Das ist besonders relevant, wenn Ihr Hund älter ist, Treppen schlecht bewältigt oder Sie mit Kinderwagen beziehungsweise eingeschränkter Mobilität reisen.

Einreisebestimmungen für Hunde prüfen

Bei Reisen mit Hund über eine Landesgrenze müssen Sie die Vorschriften des Ziellands und aller Transitländer beachten. Für viele private Reisen zwischen EU-Ländern gehören eine Kennzeichnung mit Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung und ein gültiger EU-Heimtierausweis zu den Anforderungen. Eine lesbare Tätowierung reicht nur, wenn sie vor dem 3. Juli 2011 angebracht wurde. Der Mikrochip muss vor der Tollwutimpfung gesetzt sein.

Bei einer Erstimpfung gegen Tollwut muss der Hund mindestens zwölf Wochen alt sein. Danach gilt grundsätzlich eine Wartezeit von 21 Tagen. Für die Einreise nach Finnland, Irland, Malta, Norwegen oder Nordirland ist außerdem eine Behandlung gegen den Fuchsbandwurm vorgeschrieben: Sie muss im Zeitraum von 24 bis 120 Stunden vor der Reise erfolgen und im Heimtierausweis eingetragen sein. Bei Reisen aus Nicht-EU-Ländern gelten je nach Herkunfts- und Zielland zusätzliche Anforderungen. Prüfen Sie die aktuellen Angaben auf der offiziellen Informationsseite des Ziellands und stimmen Sie den Zeitplan frühzeitig mit Ihrer Tierarztpraxis ab.

Buchung schriftlich absichern

Lassen Sie sich die wichtigsten Punkte per E-Mail bestätigen oder in die Buchungsbestätigung aufnehmen. Klären Sie dabei:

  • Ist die gewünschte Zimmerkategorie für Ihren Hund bestätigt?
  • Welche Innen- und Außenbereiche darf er nutzen?
  • Darf er zu Frühstück und Abendessen mit, und gelten Einschränkungen am Buffet?
  • Wie lange und unter welchen Bedingungen darf er allein im Zimmer bleiben?
  • Gibt es Betreuung oder Gassi-Service, und was kosten diese Angebote?
  • Wie hoch ist die Hundepauschale, wie wird sie berechnet und welche Ausstattung ist enthalten?
  • Welche Regeln gelten für Reinigung, Leine, Ruhe, Schäden und Haftpflicht?
  • Welche Einreiseunterlagen und Gesundheitsnachweise brauchen Sie für die gesamte Route?